Einleitung
Indikationen
Vertrag zwischen
Chirurg und Patient
Die Komplikationen
Konsens der Literatur
Ergebnisse
Standardprothesen
Custom-Made – Prothesen
nach Maß

MÖGLICHE UNMITTELBARE POSTOPERATIVE KOMPLIKATIONEN

Die Implantation einer Hüftprothese stellt einen erheblichen Eingriff in den Körper des Patienten dar. Die möglichen Komplikationen werden in der Reihenfolge ihrer Bedeutung genannt. In der Rubrik Ergebnisse erscheinen sie in der Reihenfolge ihrer Häufigkeit. Diese Aufzählung ist nicht vollständig.

1. Venenentzündung (Phlebitis)

Eine Vene im Bereich des operierten Beins oder des anderen Beins kann sich entzünden und die Bildung eines Blutgerinnsels verursachen. Die schwerwiegendere Komplikation kann eine Lungenembolie sein. Der Chirurg wird vorbeugende Maßnahmen treffen, wie die Verordnung gerinnungshemmender Mittel und (Antikoagulanzien) – zügige Mobilisierung des Patienten nach der Operation, um eben dieses Risiko zu vermindern.

2. Infektion

Das Eindringen von Mikroorganismen in den Körper des Patienten während und/oder nach der Operation kann zu einer Infektion rund um die Prothese führen. Diese Infektion kann schwere Folgen haben. Die Maßnahmen zur Behebung einer solchen Infektion reichen von einer Nachoperation und/oder der Verabreichung von Antibiotika bis zur Entfernung der Prothese. Falls erforderlich, wird der Chirurg eine vorbeugende Antibiotikatherapie verschreiben. Der Chirurg und die für die Pflege verantwortlichen Personen achten mit größter Sorgfalt darauf, dass diese Situation nicht eintritt.

3. Luxation

Zu einer Luxation kommt es, wenn die Prothese aus der Gelenkpfanne im Becken herausrutscht. Das verursacht akute Schmerzen und muss umgehend behandelt werden. Eines der wichtigsten Anliegen des Chirurgen ist es, dies zu verhindern.

4. Ungleiche Beinlänge

Es kann vorkommen, dass das Implantat die Anatomie des Patienten nicht perfekt nachbildet. In diesem Fall kann die Länge des operierten Beins verändert sein. Zumeist handelt es sich um eine Verlängerung des operierten Beines. Diese kann ein gewisses Hinken und folglich auch Rückenschmerzen verursachen.

5. Nervenschädigung

Höchst selten kann es bei komplexen Operationen zu einer Schädigung des Ischiasnerven oder eines anderen Nerven kommen. Ist dies der Fall wird eine sachgemäße Behandlung und Rehabilitation über einen langen Zeitraum erforderlich.

6. Krankengeschichte

Jede Operation beinhaltet ein Risiko. Dieses ist je nach Alter und Schwere der Symptomatik unterschiedlich. Auch kann der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten das Risiko einer Komplikation erhöhen. Beschrieben wurden in diesem Zusammenhang:

- arterielle Hypertonie
- Diabetes
- Atemwegserkrankungen (Allergien, ...)
- Osteoporose
- Rauchen
- Alkoholabhängigkeit
- diesen zuzuordnende Symptomatiken