Eine Hüftprothese ist dann
angezeigt, wenn die Lebensqualität des Patienten nachhaltig gestört
ist. Der Patient muss Schmerzen haben, die ihn im Alltag deutlich
behindern. Angesichts dieser starken Beeinträchtigung wird der
Patienten einen Arzt zu Rate ziehen. Es gibt unterschiedliche
Situationen, in denen die Implantation einer Hüftprothese erforderlich
wird.
1. Standard Indikation
Um eine Standard Situation handelt es sich, wenn die anatomischen Gegebenheiten des Patienten normal sind. Der Patient leidet an einer Arthrose, das heißt einem Verschleiß des Knorpels, die Anatomie seines Beckens und seines Oberschenkels jedoch ist normal. Er hat sich bis dahin keinem chirurgischen Eingriff im Bereich von Hüfte oder Becken unterziehen müssen. Dies ist der häufigste Fall. 2. Komplexe Indikation
Um eine komplexe Situation handelt es sich, wenn die anatomischen Gegebenheiten
des Patienten von der Norm abweichen. Ursache kann eine angeborene Fehlbildung
sein (z.B. eine angeborene Dysplasie) oder eine Veränderung des Oberschenkels
oder des Beckens (durch Fraktur, frühere chirurgische Eingriffe).
3.
Wechsel einer Hüftprothese
Der Wechsel einer Hüftprothese ist häufig ein belastender, schwerer chirurgischer Eingriff. Der Chirurg muss die früher eingesetzten Implantate auswechseln. Da die Komplikationsrate relativ hoch ist, sollte der Prothesenwechsel möglichst beim ersten Eingriff gelingen. Dadurch werden weitere Operationen vermieden.